SPD nominiert Florian Schardt für den Landtag

Florian Schardt Landtag
© Ulla Baumgart

18. September 2022

„Vor allem in der Bildungs- und in der Energiepolitik hat die Staatsregierung in den letzten 20 Jahren schwere Fehler gemacht. Nicht umsonst ist die Abhängigkeit von Gas in keinem Bundesland höher als in Bayern. In den nächsten 10 Jahren werden wir einiges verändern müssen, um Wirtschaftskraft und sozialen Zusammenhalt zu erhalten und eine gute Betreuung unserer Kinder in Schulen und Kindergärten sicherzustellen“, so Florian Schardt, der am Sonntag mit 93% der Stimmen zum Landtagskandidaten der SPD im Stimmkreis München-Land-Nord gewählt wurde, welcher sich von Hohenbrunn über Haar über Ismaning bis Unterschleißheim erstreckt. Der Volkswirt und Unternehmer, aufgewachsen in einer Arbeiter- und Angestelltenfamilie in München-Neuperlach und seit acht Jahren im Landkreis wohnhaft, hat sich vor 13 Jahren mit der Gründung der AZUBIYO GmbH selbständig gemacht. Heute unterstützt er Start-Ups und engagiert sich ehrenamtlich als Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern. Im Kreistag vertritt er die SPD im Sozialausschuss und im Jugendhilfeausschuss. Er wirbt mit dem Slogan „Soziale Politik braucht wirtschaftlichen Sachverstand“.

Neben der Energiepolitik und bezahlbarem Wohnen verwendet Schardt einen Großteil seiner Rede auf die Bildungspolitik, die im Haushalt des Freistaates Bayern den größten Anteil ausmacht. Er äußert starke Zweifel daran, dass der gesetzliche Ganztagsanspruch ab 2026 erfüllt werden wird: „Es fehlt heute schon an Lehr- und Betreuungskräften, die Prognosen sind alles andere als ermutigend“, so Schardt, der selbst drei Kinder im Schul- und Kinderkrippenalter hat. Das Kultusministerium belaste die Schulleitungen und Lehrkräfte mit zu viel unnötiger, teilweise lebensferner Bürokratie. Dort brauche es mehr Praktiker, weniger Regeln, mehr Mut und digitale Angebote. Eindringlich fordert er für Lehrkräfte an Grund-, Mittel- und Förderschulen das gleiche Einstiegsgehalt wie an Gymnasien und Realschulen. „Es kann nicht sein, dass bei den Jüngsten und Schwächsten die schlechtesten Löhne gezahlt werden.“ Es sei kein Wunder, dass die Zahl der Studienbeginner für das Lehramt an der Mittelschule eingebrochen sei. Schardt verweist in diesem Zusammenhang auf Mecklenburg-Vorpommern, wo man die Löhne im letzten Jahr angeglichen hat.

Ohne Gegenstimme wurde Sabine Schmierl, Sozialversicherungsfachangestellte und Gemeinderätin aus Unterhaching, für den Bezirkstag nominiert. Es sei wichtig, dass die Landkreis-SPD im nächsten Bezirkstag wieder mit am Tische sitze, so Schmierl. „Der Bezirk kümmert sich um viele soziale Belange, da braucht es die SPD als Partei des sozialen Zusammenhalts.“ Neben den 46 Delegierten kamen auch zahlreiche verdiente Persönlichkeiten der SPD zur Nominierung von Sabine Schmierl und Florian Schardt im Ismaninger Bürgersaal, darunter der Hausherr, Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich sowie seine Amtskollegen aus Garching, Grasbrunn und Putzbrunn, die Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen sowie die ehemaligen Abgeordneten Hildegard Kronawitter und Peter-Paul Gantzer, der den Stimmkreis von 1978 bis 2018 im Landtag vertreten hat und dessen Nachfolger Florian Schardt werden will. Gantzers Bürgersprechstunde setzt er bereits fort. Jeden Montag von 10 bis 11 Uhr steht er den Bürgerinnen und Bürgern bei Problemen mit Ämtern oder Behörden zu Verfügung. Nummer und Emailadresse findet man auf www.florian-schardt.de.

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